Kategorie-Archiv: Allgemein

28.12.2017 – Linie 1 – Ausbau und (neue) Probleme

Das Hauptthema der diesjährigen Bezirksversammlung in Mariatrost war der Straßenbahnausbau (2 x 500 m um € 6,4 Mio.) – und die damit verbundenen Probleme.

Hörbeispiel

Hörbeispiel – eine mögliche Variante

Das verstehen die Holding Graz und die Kleine Zeitung unter „zweigleisigem Ausbau der Linie 1“

Quietschender Lärm – Leserbrief aus der Kleinen Zeitung, 9. Februar 2018, Seiten als PDF.

Neue Schienen bewegen Mariatrost aus der Kleinen Zeitung, 18. Februar 2018.

Das Thema wurde auch mehrfach im Mariatrosterboten erwähnt. Hier zwei Auszüge:

Bezirksrat, Gemeinderat – Seite 4

Das Hauptthema war der Straßenbahnausbau. Dabei ging es in erster Linie um die Geräuschentwicklung der neuen Schienenanlage, die Bauart (Anm: Zwillingsgleise*), offene Schienen auf Schotter), sowie die Ampelanlagen (Anm: Bereich Hilmteichstraße/Haltestelle Mariagrün).

Linie 1 – Bericht von der Bezirksversammlung – Seite 9

Die diesjährige Bezirksversammlung fand am 20. November 2017 im Hotel Stoiser statt. Bezirksvorsteher Erwin Wurzinger stellte den im Februar dieses Jahres neu gewählten Bezirksrat vor und hat aus aktuellem Anlass die Verantwortlichen für den Ausbau der Linie 1 der Holding Graz Linien, Dipl.-Ing. Andreas Solymos (Planungsmanagement & Infrastruktur) und Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Rene Rath (Betriebsleiter „Straßenbahn“) eingeladen, da es seit der Inbetriebnahme der neuen Gleistrasse Anfang Oktober in manchen Abschnitten zu wesentlich höheren Lärmbelästigungen der Anrainer gekommen ist, als das vor dem Neubau der Fall war.

Insgesamt haben rund 150 Bewohnerinnen und Bewohner an dieser Veranstaltung teilgenommen. Sehr viele berichteten von ihren (negativen) Erfahrungen in Bezug auf Lärm durch die neuen Gleisanlagen. Unmut wurde auch über die neue Ampel- und Schutzwegsituation im Bereich der Hilmteichstraße geäußert. Einige forderten auch eine bessere Absicherung der Gleistrasse mit der Fahrbahn wie z. B. in der Stenggstraße bzw. beim Geh- und Radweg zwischen Teichhof und Mariatrost. Die Verantwortlichen nahmen die Anliegen der Bevölkerung sehr ernst und erläuterten auch die Beweggründe, wieso welche Maßnahmen gesetzt oder eben nicht gesetzt wurden. Außerdem wurde eine bessere Einbeziehung des Bezirksvorstehers von den Verantwortlichen zugesagt, damit auch der Informationsfluss mit der Bevölkerung während der Bauarbeiten (Anm: tw. zweigleisiger Ausbau im/in den nächsten Jahr(en)) besser gewährleistet werden kann.

Anmerkungen der BI
Interessant ist natürlich, dass es (nun) auch auf Streckenabschnitten, auf denen noch keine Variobahn fahren kann/darf, mit den „normalen“ Straßenbahnen, zu Problemen mit der Lärmentwicklung kommt. In diesem Fall ist der Auslöser der Beschwerden der Primärschall von den offen, auf klassischen Schwellen, verlegten Schienen.

Noch interessanter wäre es natürlich zu wissen, wie sich der Betrieb der Variobahn (mit ca. 40 t Gesamtgewicht und wesentlich höherer ungefederter Masse) auf einer solchen Neubaustrecke mit ca. 80 cm Betonfundament und den offenen Zwillingsgleisen zukünftig darstellen wird.

Man könnte den Anrainern einmal (vielleicht schon vorhandene) Messergebnisse von den Testfahrten präsentieren – oder entsprechende Messungen veranlassen …

*) Bei Zwillingsgleisen sind die Gleise für beide Fahrtrichtungen nebeneinander auf einer Schwelle montiert. Ein Gegenverkehr ist im Gegensatz zu einem zweigleisigen Streckenabschnitt NICHT möglich. Beabsichtigter Effekt: es können Weichen entfallen (es gibt nur noch einen Kreuzungspunkt). Nebeneffekt: anscheinend verstärkt das zweite jeweils unbelastete Gleis alle Arten von Fahrgeräuschen (inkl. Spurkranzberührungen), die über die (gemeinsame) Schwelle übertragen werden.

Die offene Verlegungsart dämpft diese Nebeneffekte natürlich nicht und an Rasengleise, die für eine Streckenführung abseits der Straße möglich wären, hat man voreilig verworfen …

Jedenfalls sind die Vorbeifahrten unerwartet laut (teilweise 80 dB und mehr?) – Stand der Technik?

Quellen:
Aufnahmen mit einem iPhone 4 – Höhe Eschengasse, Entfernung ca. 6 m
Kolumne von Stefan Haberler, Gemeinderat in Graz,  Seite 4, als JPG
Linie 1 – Beitrag Bezirksversammlung, Seite 9, als JPG
Download Mariatrosterbote, Graz, Dezember 2017, als PDF [extern]
Frage zu Lärmmessung Mariatrost – Gemeinderatssitzung am 14.12.2017, als Link

20.12.2017 – Ein Tag mit einer Flachstelle

Nachdem die »Variobahn 240« schon öfter mit einer Flachstelle vorbeigefahren ist …

Der Zustand um 14:07 …

… und um 16:20 – noch immer der gleiche Zustand

Obwohl der Holding Graz Linien die Flachstelle von verschiedenen Anwohnern über den Tag verteilt gemeldet wurde, war das »Hammerwerk Variobahn« bis zum Abend unterwegs. Die Bahn wäre lt. HGL »unauffällig« gewesen, obwohl sie weithin hörbar war. Wie kann das sein?!!

27.10.2017 – Bochum – ein Leserbrief

Zum Artikel vom 21.10.2017: Neue 302 lässt die Wände wackeln

Dem Bericht über die Probleme bei der neuen Linie 302 (Variobahn) können wir uns als Anlieger der Endstelle Schürbankstraße der Linien 308/318 fast im Wortlaut anschließen. Wir sind seit Errichtung Anwohner dieser Endstelle und haben jahrzehntelang gut mit den Fahrgeräuschen der NF6D Bahnen gelebt. Seit Einführung der Variobahn auf diesen Linien wird jedoch beim Ein- und Ausfahren der Bahnen ein äußerst lauter, unangenehmer und vielfach auch schlafraubender Geräuschpegel durch Pfeifen, Quietschen und Poltern erzeugt.

Bereits seit 2015 sind wir mit der Bogestra zwecks Abstellung/Verringerung dieser Lärmbelästigung in Kontakt. Leider ist es bei den hinhaltenden Versprechungen geblieben bzw. haben vielleicht durchgeführte Maßnahmen zu keiner Veränderung geführt. Mehrfach wurde uns versprochen, dass sich die technische Abteilung um eine Lösung dieses Problems kümmern werde. Gerne können wir der WAZ den Schriftwechsel dazu vorlegen. Wir sind jedenfalls so weit, dass zur Wiederherstellung unserer früheren Lebensqualität ggf. der Klageweg beschritten wird.

Winfried Esser
(Im Namen der Anlieger)

Link zur WAZ – Originalbeitrag vom 26.10.2017, als PDF

18.10.2017 – Linie 7 – Verzögerungen wegen Erschütterungsschutz

Die Grazer Straßenbahnlinie 7 wird später als gedacht den regulären Fahrbetrieb wieder aufnehmen: Wie man seitens der Holding Graz am Montag vermeldet, verzögert sich die Großbaustelle in Eggenberg um rund drei Wochen. Öffi-Fahrgäste und auch Autolenker haben erst wieder ab Mitte November freie Fahrt.

„Da während der Bauarbeiten nun unerwartet zusätzliche Aufwendungen und unvorhergesehene Maßnahmen im Umfeld der Baustelle auftraten, ist eine 3-wöchige Verlängerung des Projekts notwendig“, heißt es in einer Stellungnahme. Dabei setze man vor allem Maßnahmen, um die Lebensqualität der Anrainer zu verbessern: „So machen neu aufgetretene Vorgaben der Geologen umfangreichere Maßnahmen für die Gewährleistung des Erschütterungsschutzes notwendig.“ So sei unter anderem ein zusätzlicher Aushub sowie „ein neues, nachhaltiges Bodenaufbausystem“ notwendig.

Link zu www.kleine.at – ganzer Beitrag, Download als PDF

31.05.2017 – „Fünfpunkteplan“ für Lärmschutz in Kärnten

kaernten.orf.at vom 31.05.2017, ein Blick über die Grenzen unseres Bundeslandes:

Die Anrainer entlang der Wörthersee-Strecke befürchten eine Zunahme der Lärmbelästigung, wenn in sechs Jahren die Koralmbahn fertiggestellt ist.

Der unterzeichnete Fünfpunkteplan sieht vor, die Lärmschutzwände weiter auszubauen, die Wörthersee-Strecke zu einem „Forschungslabor“ für leise Züge zu machen, eine lärmabhängige Schienenmaut einzuheben, eine neue Güterbahntrasse zu prüfen sowie einen gemeinsamen Lenkungsausschuss einzusetzen. Festgeschrieben sind die Maßnahmen in einem „Memorandum of Understanding“.

Bundesminister Leichtfried sagte, als Sofortmaßnahmen baue man gemeinsam mit Land und Gemeinden die Lärmschutzwände aus. Außerdem werden leisere Züge getestet und neue Trassen geprüft. Landeshauptmann Kaiser sah den Beschluss als „sehr positives Zeichen“. Die Konferenz zeige, wenn alle an einem Strang ziehen, könne man viel gemeinsam für Kärnten schaffen.

Anmerkung der BI:
Das wäre auch für Graz ein anzustrebender Ansatz …

Link zu kaernten.orf.at –  ganzer Beitrag, Download als PDF

27.05.2017 – Wenn das Schlafzimmer zur Lärmhölle wird

„Die Presse“, Print-Ausgabe, 27.05.2017

Wann nächtlicher Verkehrslärm zur Gefahr für die Gesundheit wird, ermittelten Grazer Forscher in einem groß angelegten Praxisversuch. Ausgehend von einem „Lästigkeitsindex“ wurde im Wohnumfeld gemessen. (…)

Bahnlärm ist nicht weniger lästig

Ebenso ermittelten die Forscher die Auswirkungen durch Straßen- und Schienenverkehrslärm auf eine Reihe von medizinischen Parametern.

Ein Fazit: Der sogenannte Schienenbonus – er bewertet Schienenlärm vonseiten des Gesetzgebers hierzulande bis dato um fünf Dezibel positiver als Straßenlärm, da er als vorhersehbarer und damit weniger belastend gilt – ist laut Fallast zumindest „diskussionswürdig“: An stark befahrenen Streckenabschnitten sei dieser Bonus mit psychoakustischen Parametern „nicht nachweisbar“ gewesen, sagt er …

Weiterlesen

Link zu diepresse.com, Download als PDF

29.04.2017 – Flachstelle im laufenden Betrieb – Fortsetzung der Fortsetzung

In diesem Fall wäre eine Erklärung angebracht gewesen, warum die VB 228 seit dem frühen Morgen zweimal pro Stunde die Häuser erschüttern musste, obwohl Wochenende war, noch dazu ein langes, und der Defekt bereits am Vortag zu Mittag der HGL mitgeteilt wurde.

So hört sich diese Flachstelle in der Variobahn an – fast gleich laut wie die Ankündigung der nächsten Haltestelle.

25.04.2017 – Millionen betroffen: EU sagt Verkehrslärm den Kampf an

Lärm ist nicht nur störend, er macht auch krank – Millionen Menschen in der EU sind durch Umgebungslärm in ihrer Lebensqualität schwer beeinträchtigt, über 70.000 müssen deswegen jährlich ins Spital.

Hauptursache für den Lärm ist der Verkehr, allen voran die Straße. Die EU will verstärkt gegen Lärm vorgehen …

orf.at, 25.04.2017, Artikel 1 und Artikel 2 (Fortsetzung)
Download als PDF

17.04.2017 – Bauarbeiten Linie 1

Der Abschnitt Mariagrün bis Kroisbach wird zur Gänze neu errichtet. Der alte Gleiskörper wird entfernt und ein neues Fundament mit einer ca. 80 cm dicken Betonplatte errichtet. Dieser stabile Untergrund soll Erschütterungen, die über das Erdreich übertragen werden, hintanhalten.

Weiters: Auch im Bereich Teichof bis Mariatrost wird die Trasse völlig neu gebaut, mit derselben Bauweise wie im Abschnitt Marigrün bis Kroisbach.

In diesem jahr werdn 5,5 Mio Euro von der Holding Graz Linien investiert.

Mariatrosterbote, April 2017, ganzer Artikel als PDF

31.03.2017 – Flachstelle im laufenden Betrieb – Fortsetzung

Immer wieder bekommen die Variobahnen Flachstellen, mit unangenehmen Auswirkungen auf die Umwelt und die Bewohner. Es kommt zu starken Erschütterungen und Lärm –  ausgelöst durch die Variobahn.

Dieses Video dokumentiert eine Flachstelle bei der VB 241 am 31.03.2017. Obwohl Anwohner die Holding Graz Linien auf diesen Missstand mehrmals am Tag hingewiesen haben, blieb dieses Fahrzeug auf Schiene. Sogar abends fuhr diese Variobahn noch immer, obwohl für den Abendverkehr weniger Fahrzeuge erforderlich sind und ein Austausch kein Problem darstellen sollte.

WARUM werden diese Variobahnen nicht eingezogen, wenn bereits Hinweise an den Straßenbahnbetreiber ergehen und das Wochenende beginnt?

13.01.2017 – In Mainz gibt es die gleichen Probleme

Über 6 Jahre später und 750 km von Graz entfernt, gibt es mit dem gleichen Straßenbahntyp wie in Graz die gleichen, hinlänglich bekannten Probleme.

Es liegt, wie man sieht, nicht nur an „einigen Anwohnern in Graz“, die mit der Variobahn ein Problem haben. Offensichtlich hat man aus den Mängeln nach wie vor keine wirksamen Problemlösungen – auch nicht für Neubaustrecken – hinsichtlich der „Umweltverträglichkeit“ dieses Straßenbahntyps ableiten können.

Allerdings scheint die Politik einen anderen Zugang zu der Thematik zu haben und vertritt die Betroffenen – Zitat: Es gebe „eine ganze Reihe von Problemen und Sachverhalten“, die dringend abgearbeitet werden müssten.

Reaktionen der MVG:

25.11.2016 – Lichtbogen/Spannungsüberschläge

Obwohl die HGL monatelang auf die Lichtbogen/Spannungsüberschläge an einer Haltestelle stadtauswärts aufmerksamgemacht wird, kommt es zu keiner Reparatur.

Stattdessen wurde in verschiedenen Antwortmails die Eisbildung als Erklärung genannt, obwohl im gegenständlichen Zeitraum in Graz Föhnwetterlage herrschte und die Temperaturen nicht im Minusbereich waren …


Aufnahme vom 25.11.2016 bei +9° C

04.11.2016 – Störung Straßenbahn – diesmal im Morgenverkehr

Die  Variobahn stand am 4. November 2016 von 07:37 – 08:05 in der Sackstraße vor dem Graz Museum. Alle Fahrgäste mussten aussteigen und zu Fuß Richtung Hauptplatz weitergehen. Die defekte Variobahn wurde schließlich abgeschleppt …

cimg0510-2

Stau in der Sackstraße stadteinwärts

Hier noch ein Video

24.10.2016 – Flachstelle im laufenden Betrieb

Die VB 215 fährt/hämmert seit dem Frühverkehr bis in die Nacht, obwohl Anrainer auch schriftlich die HGL mehrmals(!!) von diesem Sachverhalt informierten.

Anmerkung: der Pfeifton (ca. 4 kHz), den man in den Videos hört, ist kein Fehler der Kamera, sondern ein weiteres Geräusch, das die Variobahn kaum überhörbar emittiert.

spektrum-161024

20.09.2016 – Störung Straßenbahn – Richtung Andritz

Eine defekte Variobahn blockierte am 20.09.2016 den öffentlichen Verkehr auf der Linie 4/5. Das defekte Fahrzeug musste in die Remise geschoben werden. Auf Höhe der Haltestelle Robert-Stolz-Gasse kam der Schienenersatzverkehr mit Mühe an den wartenden Straßenbahnen vorbei.

Die Beseitigung der Spuren (Quarzsand(?) > Feinstaub) dauerte und die Auswirkungen der Variobahn wurden bis dahin um ein vielfaches verstärkt, da eine reduzierte Geschwindigkeit KEIN Thema war (siehe Video)!!


Nach der Behebung der Störung …